Synopsis

„Frost“, Thomas Bernhards eindringlicher Debütroman, entführt den Leser in die eisige und trostlose Atmosphäre einer abgelegenen Bergbaustadt. Ein junger Medizinstudent erhält den Auftrag seines chirurgischen Mentors, unter dem Vorwand, Jurastudent zu sein, in dieses gottverlassene Örtchen zu reisen. Seine eigentliche Mission: den exzentrischen und zunehmend verwirrten Maler Strauch, den Bruder des Mentors, zu beobachten, ohne seine wahre Identität preiszugeben. Der Student wird zum stillen Zeugen von Strauchs obsessiven Gedankengängen, seinen manischen Monologen über die Vergänglichkeit, den Verfall der Kunst und die Sinnlosigkeit der Existenz. Gefangen in der beklemmenden Enge der alpinen Landschaft und der morbiden Welt des Malers, gerät der Beobachter immer tiefer in den Strudel des Wahnsinns und der Verzweiflung. Bernhards meisterhafte Prosa, geprägt von Wiederholungen und einer unerbittlichen Klarheit, zeichnet ein unvergessliches Porträt menschlicher Isolation und geistiger Zerrüttung, das die Abgründe der Psyche schonungslos ausleuchtet. Die Begegnung mit Strauch und den skurrilen Bewohnern der Stadt hinterlässt beim jungen Studenten tiefe Spuren und konfrontiert ihn mit der Fragilität der Vernunft.

Critical Reception

"Der Roman gilt als ein Schlüsselwerk Thomas Bernhards, das seinen unverkennbaren Stil bereits voll entfaltet und ihn als einen der wichtigsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts etablierte."

Metadata

ISBN:N/A
Pages:360
Age Rating:16+

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