Synopsis

Max Frischs "Homo faber" erzählt die tragische Geschichte des Ingenieurs Walter Faber, eines überzeugten Rationalisten, der der Technik und Logik mehr vertraut als dem Zufall oder menschlichen Emotionen. Sein Weltbild gerät jedoch durch eine Reihe schicksalhafter Begegnungen ins Wanken. Auf einer Geschäftsreise in Südamerika trifft er Herbert, den Bruder seines ehemaligen Studienfreundes Joachim, und beschließt, ihn im Urwald aufzusuchen – ein Schritt, der ihn aus seiner Komfortzone reißt. Kurz darauf trifft er auf die junge, lebensfrohe Sabeth, in die er sich verliebt und mit der er eine intensive Beziehung eingeht. Er ahnt nicht, dass Sabeth seine eigene Tochter ist, das Ergebnis einer Jugendliebe zu Hanna, seiner ehemaligen Frau. Diese inzestuöse Beziehung und Sabeths plötzlicher Tod nach einem Schlangenbiss konfrontieren Faber brutal mit den Konsequenzen seines verdrängten Lebens und seiner Rationalität. Er muss erkennen, dass das Leben nicht allein durch Berechenbarkeit zu meistern ist und dass er als Ehemann, Freund und Vater auf ganzer Linie versagt hat. Frisch beleuchtet hier meisterhaft den Konflikt zwischen dem technisch Machbaren und dem menschlich-existentiellen, zwischen der Hybris des modernen Menschen und der unentrinnbaren Tragik des Schicksals. Fabers Reise wird zu einer inneren Odyssee, die ihn zur schmerzhaften Selbstreflexion zwingt und ihm die Grenzen seiner scheinbar unantastbaren Vernunft aufzeigt, bis er selbst dem Tod ins Auge blickt.

Critical Reception

"Max Frischs "Homo faber" gilt als einer der bedeutendsten Romane der Nachkriegsliteratur im deutschsprachigen Raum und hat Generationen von Lesern und Kritikern mit seiner existenzialistischen Thematik und stilistischen Präzision beeindruckt."

Adaptations

Es gibt eine Verfilmung aus dem Jahr 1991 unter der Regie von Volker Schlöndorff, mit Sam Shepard in der Hauptrolle als Walter Faber.

Metadata

ISBN:9780156421355
Pages:232
Age Rating:16+

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