Teresa Präauers Roman "Kochen im falschen Jahrhundert" lädt die Leser zu einem Abendessen ein, das die Facetten des Erwachsenseins und der modernen Gastfreundschaft beleuchtet. Im Zentrum steht eine Gastgeberin, die mit dem Anspruch, ein perfektes Dinner zu inszenieren, hadert und sich angesichts zeitgenössischer Phänomene wie 'Foodporn' ins falsche Jahrhundert versetzt fühlt. Der Abend entwickelt sich von einer geselligen Runde zu einem komplexen Geflecht aus scharfsinnigen Gesprächen, die von großen existenziellen Fragen bis hin zu Alltäglichkeiten wie Kochen, Einkaufen und Wohnen reichen. Unter der Oberfläche der scheinbar harmlosen Plaudereien brodeln unterschwellige Aggressionen und unerfüllte Sehnsüchte. Mit jedem Gang wird die Atmosphäre komischer, tragischer und erotischer. Präauer verwebt auf witzige und intelligente Weise eine Kulturgeschichte des Kochens und der Waren mit einer pointierten Gesellschaftsanalyse, die den Leser zum Nachdenken über die Rituale des Zusammenlebens und die eigene Rolle in der heutigen Zeit anregt.
Critical Reception
"Teresa Präauers "Kochen im falschen Jahrhundert" wird von der Literaturkritik als ein scharfsinniger, humorvoller und stilistisch brillanter Kommentar zu den Befindlichkeiten unserer modernen Gesellschaft hochgelobt."