Die Mütter-Mafia" entführt die Leser in die scheinbar perfekte, doch oft gnadenlose Welt der Vorstadtmütter. Held(in) des Romans ist Constanze, eine Frau, die sich mit den allgegenwärtigen Stereotypen und dem Druck, eine makellose Mutter zu sein, nicht anfreunden kann. Sie beobachtet mit wachsendem Unbehagen die sogenannten "Bilderbuch-Mamis", die ihr Leben scheinbar ausschließlich Kochrezepten, Klavierunterricht und der Organisation von Kinderbetreuung widmen und dabei einen subtilen, aber wirkungsvollen Terror in der Nachbarschaft verbreiten. Genervt von diesem Perfektionswahn und der daraus resultierenden Ausgrenzung Andersdenkender, beschließt Constanze, dass es so nicht weitergehen kann. Sie versammelt eine Gruppe Gleichgesinnter – Frauen, die ebenfalls genug von der Heuchelei und dem Konkurrenzkampf haben. Gemeinsam gründen sie die "Mütter-Mafia", eine subversive Bewegung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den selbsternannten Königinnen der Vorstadt die Stirn zu bieten. Mit viel Witz, Charme und einer gehörigen Portion Anarchie kämpfen sie für mehr Authentizität, Gelassenheit und die Freiheit, Mütter auf ihre eigene Art zu sein. Ein humorvoller Aufruf zur Rebellion gegen den Mamikrieg im Kleinbürgertum.
Critical Reception
"Kerstin Giers 'Die Mütter-Mafia' etablierte sich als humorvoller Kommentar zur modernen Elternschaft und prägte das Genre der deutschen Frauenunterhaltungsliteratur maßgeblich."