Synopsis

Nach seiner Emeritierung findet sich der Altphilologe Richard in einer existenziellen Leere wieder. Eine zufällige Begegnung mit einer Gruppe afrikanischer Flüchtlinge, die auf dem Oranienplatz in Berlin auf ihren Asylbescheid warten, weckt seine Neugier und sein Mitgefühl. Richard beschließt, seine Zeit zu nutzen, um die Männer kennenzulernen und ihre Geschichten zu verstehen. Er taucht ein in eine Welt aus Krieg, Vertreibung und dem zermürbenden bürokratischen Warten, das ihre Tage bestimmt. Durch die persönlichen Erzählungen der Flüchtlinge werden Richards eigene Vorstellungen von Heimat, Identität und dem Vergehen der Zeit hinterfragt. Jenny Erpenbeck gelingt es meisterhaft, die Perspektiven zu verbinden und eine Brücke zwischen dem scheinbar geordneten Leben des Professors und den prekären Existenzen der Asylsuchenden zu schlagen, wodurch sie eine tiefgründige Reflexion über Menschlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung schafft.

Critical Reception

"Jenny Erpenbecks „Gehen, ging, gegangen“ wurde als sprachlich präzises und tiefgründiges Werk gefeiert, das die europäische Flüchtlingskrise aus einer einzigartigen Perspektive beleuchtet und maßgeblich zur gesellschaftlichen Debatte beigetragen hat."

Metadata

ISBN:9783641290900
Pages:296
Age Rating:16+

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