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Jenny Erpenbeck

de
Berlin, Deutschland
Born 1967

Biography

Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Ost-Berlin, ist eine preisgekrönte deutsche Schriftstellerin und Theaterregisseurin. Als Tochter des Physikers und Philosophen John Erpenbeck und der Arabistin Doris Kilias wuchs sie in einem intellektuellen Umfeld auf. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Buchbinderlehre und arbeitete als Requisiteurin und Kostümassistentin, bevor sie Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin studierte. Später widmete sie sich dem Musiktheater-Regiestudium und inszenierte Stücke. Seit Mitte der 1990er Jahre konzentriert sie sich auf das Schreiben. Ihr Werk, das Romane, Erzählungen und Theaterstücke umfasst, setzt sich intensiv mit deutscher Geschichte, Erinnerung, Identität, Verlust und dem Einfluss politischer Systeme auf das Individuum auseinander. Ihre Bücher sind bekannt für ihre präzise Sprache und komplexe Erzählstrukturen und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, wodurch sie auch international große Anerkennung fand.

Selected Thoughts

«Wir sind immer nur einen Wimpernschlag vom Anderssein entfernt.»

«Es gibt Dinge, die kann man nicht reparieren, auch nicht mit der größten Liebe, es sind eben Dinge, die sich für immer verabschieden.»

«Was bleibt, ist die Frage, wie man weiterlebt mit dem Wissen, dass es nichts gibt, das für immer ist.»

Writing Style

Jenny Erpenbecks Schreibstil ist gekennzeichnet durch eine präzise, oft lyrische Sprache und eine tiefgründige psychologische Durchdringung ihrer Figuren. Sie verwendet häufig nicht-lineare Erzählstrukturen und wechselnde Perspektiven, um die Komplexität von Zeit, Erinnerung und Geschichte darzustellen. Ihre Prosa ist dicht und atmosphärisch, oft melancholisch, und vermeidet überflüssige Details zugunsten einer verdichteten Ausdrucksweise. Sie verbindet persönliche Schicksale meisterhaft mit den großen historischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.

Key Themes

Deutsche Geschichte und WiedervereinigungIdentität und ZugehörigkeitVergänglichkeit und ZeitExil und VertreibungDie Rolle des Individuums in politischen Systemen