Synopsis

Jenny Erpenbecks „Kairos“ entführt die Leser in eine zutiefst komplexe Liebesgeschichte, die sich vor dem epochalen Hintergrund des zusammenbrechenden Ostdeutschlands entspinnt. Im späten Ost-Berlin der 1980er Jahre begegnet die neunzehnjährige Katharina zufällig dem verheirateten, über fünfzigjährigen Schriftsteller Hans. Ihre leidenschaftliche und oft schwierige Affäre wird zum Spiegelbild einer Welt im Umbruch: Sie beginnt kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, durchlebt die Wirren der Wiedervereinigung und die darauf folgenden tiefgreifenden Veränderungen. Erpenbeck zeichnet mit unverwechselbarem Stil und enormem erzählerischem Schwung nicht nur die intime Entwicklung dieser Beziehung nach, sondern auch Katharinas persönliches Erwachsenenwerden inmitten einer verschwindenden Ideologie und eines sich neu definierenden Landes. Das Buch erforscht meisterhaft, wie individuelle Identität von historischem Gewicht, den spezifischen Erfahrungen von Ost und West sowie kultureller und subjektiver Erinnerung geformt wird, und fängt das existenzielle Unbehagen einer Epoche zwischen alten und neuen Staaten und Ideologien ein.

Critical Reception

"Ausgezeichnet mit dem International Booker Prize 2024 und als „der große Nach-Wende-Roman“ gefeiert, etabliert „Kairos“ Jenny Erpenbeck als eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen deutschen Literatur, die meisterhaft persönliche Schicksale mit globalen Umwälzungen verknüpft."

Metadata

ISBN:9780811229357
Pages:336
Age Rating:16+

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