Simon Brenner, der ehemalige Polizist und Privatdetektiv, hat sich scheinbar zur Ruhe gesetzt und einen unerwartet friedlichen Job gefunden: Er chauffiert Kinder für ein Nonnenkloster. Diese neue, beschauliche Existenz, weit entfernt von seinem früheren turbulenten Leben, scheint ihn endlich zur inneren Ruhe gebracht zu haben. Doch die Idylle währt nicht lange, denn im Kosmos des Brenner ist das Unglück nie weit. Eine unscheinbare Tafel Schokolade wird zum Auslöser einer bizarren Kettenreaktion, die das Kloster in Aufruhr versetzt. Als eine Nonne unter mysteriösen Umständen stirbt und sich die Todesfälle häufen – insgesamt sieben Begräbnisse stehen am Ende der Kette –, findet sich Brenner wider Willen wieder in seiner alten Rolle als Ermittler. Mit seinem gewohnt lakonischen Humor und seiner unnachahmlichen Beobachtungsgabe taucht er tief in die Abgründe der scheinbar frommen Gemeinschaft ein, wo er auf eigenwillige Charaktere und schockierende Geheimnisse stößt. Wolf Haas’ unverwechselbarer Erzählstil macht diesen Kriminalroman zu einem packenden und zynischen Lesevergnügen, in dem die Ermittlungen fast schon nebensächlich wirken und Brenners innere Monologe das eigentliche Highlight sind.
Critical Reception
"Als einer der populärsten Bände der Brenner-Reihe festigt dieser Roman Wolf Haas' Ruf als Meister des lakonischen und stilprägenden österreichischen Kriminalromans."
Adaptations
Ja, der Roman wurde 2006 unter dem Titel 'Der Brenner und der liebe Gott' mit Josef Hader in der Hauptrolle verfilmt.