Simon Leyland ist seit seiner Kindheit von der Magie der Sprachen fasziniert und trotzt den Erwartungen seiner Eltern, um Übersetzer zu werden. Sein unerschütterliches Ziel ist es, jede Sprache rund um das Mittelmeer zu beherrschen. Als er seiner Frau Livia nach Triest folgt, wo sie einen Verlag geerbt hat, scheint er den perfekten Ort für seine intellektuelle Arbeit gefunden zu haben – eine Stadt, reich an literarischer Geschichte. Doch ein verhängnisvoller ärztlicher Irrtum stürzt ihn in eine tiefe Krise und reißt ihn jäh aus seinem gewohnten Leben. Was zunächst wie eine Katastrophe erscheint, entpuppt sich jedoch als schicksalhafter Wendepunkt. Simon erhält die unerwartete Chance, sein Leben von Grund auf neu zu gestalten und sich selbst neu zu definieren. Pascal Mercier gelingt es erneut, einen philosophisch tiefgründigen und zutiefst bewegenden Roman zu schaffen, der an die emotionale Resonanz seines Bestsellers „Nachtzug nach Lissabon“ anknüpft und existenzielle Fragen nach Sinn und Neubeginn beleuchtet.
Critical Reception
"Als zutiefst philosophischer und sprachlich brillanter Roman, der die existenzielle Suche des Menschen in den Vordergrund stellt, hat 'Das Gewicht der Worte' seinen Platz in der anspruchsvollen Gegenwartsliteratur gefestigt und wird oft mit dem gefeierten 'Nachtzug nach Lissabon' verglichen."