Raimund Gregorius, ein pedantischer Lateinlehrer aus Bern, führt ein geregeltes, aber zunehmend unbefriedigendes Leben, bis eine zufällige Begegnung mit einer jungen Portugiesin und die Entdeckung eines Buches sein Dasein auf den Kopf stellen. Das mysteriöse Werk des portugiesischen Arztes und Philosophen Amadeu de Prado, ein Intellektueller, der unter der Salazar-Diktatur lebte, fesselt Gregorius zutiefst mit seinen existenziellen Reflexionen über Liebe, Tod, Einsamkeit, Glauben und die wahre Natur des Menschseins. Impulsiv lässt er sein bisheriges Leben hinter sich, besteigt den Nachtzug nach Lissabon und begibt sich auf eine rastlose Spurensuche. In den Gassen und Cafés der portugiesischen Hauptstadt versucht Gregorius, das Leben und Werk Prados zu rekonstruieren, indem er dessen Familie, Freunde und Liebhaber aufspürt. Diese Reise wird für Gregorius zu einer tiefgreifenden Konfrontation mit sich selbst, einer Auseinandersetzung mit den eigenen ungelebten Möglichkeiten und der Frage nach dem Sinn des Lebens, während er gleichzeitig ein faszinierendes Porträt eines außergewöhnlichen Mannes und einer turbulenten Epoche enthüllt.
Critical Reception
"Als internationaler Bestseller und literarisches Phänomen hat "Nachtzug nach Lissabon" weltweit Leser und Kritiker mit seiner tiefgründigen Reflexion über das menschliche Dasein und die Suche nach dem Sinn des Lebens berührt und inspiriert."
Adaptations
Das Buch wurde 2013 unter der Regie von Bille August mit Jeremy Irons in der Hauptrolle verfilmt.