Synopsis

In Wolfgang Koeppens meisterhaftem Roman "Der Tod in Rom" treffen sich in der ewigen Stadt verschiedene deutsche Schicksale der Nachkriegszeit, deren Leben untrennbar mit den Schrecken des Nationalsozialismus verbunden sind. Im Zentrum stehen der gealterte ehemalige SS-General Judejahn, ein unverbesserlicher Täter, der noch immer von vergangenen Gräueltaten träumt, und sein Schwager, der Komponist Pfaff, der die intellektuelle Komplizenschaft verkörpert. Um sie herum agieren junge Künstler, die versuchen, eine neue Identität fern der Schuld der Elterngeneration zu finden, und der Sohn eines Opfers, der auf der Suche nach Wahrheit und vielleicht Rache ist. Koeppen seziert mit scharfer Ironie und moralischer Dringlichkeit die tief sitzenden Wunden und die "verborgenen Krankheiten der deutschen Seele". Rom wird dabei zur Bühne für die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit, mit Verdrängung, Schuld und der schwierigen Aufgabe der Aufarbeitung. Es ist ein beklemmendes, doch faszinierendes Panorama der deutschen Befindlichkeit nach dem Krieg, das Fragen nach Verantwortung, Vergebung und der Möglichkeit eines Neuanfangs stellt.

Critical Reception

"Ein Schlüsselwerk der Nachkriegsliteratur, das die deutsche Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit prägend beeinflusste und bis heute große Relevanz besitzt."

Metadata

ISBN:N/A
Pages:196
Age Rating:16+

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