„Keine Menschenseele“ verwebt meisterhaft die Schicksale von fünf unterschiedlichen Charakteren zu einem düsteren und beunruhigenden Ganzen. Wir begegnen einem Waisenkind, das in einer streunenden Katze Trost und einen wahren Seelenverwandten findet; einem charismatischen Fernsehmoderator, dem alle Herzen zufliegen; einer jungen Frau, deren sehnlichster Wunsch scheinbar in Erfüllung geht; einer einsamen Liebesromanautorin, die hofft, endlich einen Partner zu finden, mit dem sie ihr Leben teilen kann; und einer Person, die entschlossen ist, sich ihrem langjährigen Peiniger zu stellen. Was zunächst als eine Sammlung von hoffnungsvollen oder zielstrebigen Lebenswegen erscheint, entpuppt sich schnell als ein komplexes Geflecht aus Isolation, Sehnsüchten und verborgenen Abgründen. Faye Hell konstruiert eine Atmosphäre, in der das vermeintlich Gute ins Gegenteil kippt und die individuellen Träume in einen gemeinsamen Albtraum münden. Der Roman ist eine psychologisch dichte Erkundung menschlicher Zerbrechlichkeit und der dunklen Seiten des Daseins, die Leser in ihren Bann zieht und bis zur letzten Seite nicht loslässt.
Critical Reception
"Als Gewinner des Deutschen Phantastik Preises 2016 für das beste deutschsprachige Debüt hat sich "Keine Menschenseele" fest als beeindruckendes und wegweisendes Werk der modernen phantastischen Literatur etabliert."