In Andreas Eschbachs meisterhaft konstruiertem Psychothriller "Exponentialdrift" wird der Leser Zeuge des verstörenden Erwachens eines Mannes, der nach jahrelangem Wachkoma in einer Welt aufwacht, die ihm gänzlich fremd erscheint. Seine Erinnerungen sind ein chaotisches Mosaik unpassender Bilder, und in seinem Inneren hallen unverständliche Stimmen wider. Das Elementarste – seine eigene Identität – entzieht sich ihm. Er ringt mit der beunruhigenden Überzeugung, in Wahrheit ein Außerirdischer zu sein, dessen Bewusstsein in den Körper eines Menschen transferiert wurde. Ist dies die Folge eines jahrelangen Traumas, eine bizarre Wahnvorstellung, oder birgt diese Annahme eine unfassbare Wahrheit? Während der behandelnde Neurologe von dem außergewöhnlichen Fall fasziniert ist, kämpft seine entfremdete Ehefrau mit dem fremden Mann, der einst ihr Ehemann war. Die Verwirrung vertieft sich, als ein mysteriöser Fremder auftaucht, der den Protagonisten heimlich zu beobachten und zu verfolgen scheint. Eschbach inszeniert eine packende psychologische Achterbahnfahrt, die die Grenzen zwischen Realität und Wahn verschwimmen lässt und den Leser in einen Sog aus Misstrauen, Selbstzweifel und der verzweifelten Suche nach dem eigenen Ich zieht. Das Buch hinterfragt fundamentale Fragen nach Identität, Bewusstsein und dem, was den Menschen ausmacht, bis zur letzten, überraschenden Wendung.
Critical Reception
""Exponentialdrift" gilt als ein herausragendes Beispiel für Eschbachs Fähigkeit, komplexe psychologische Science-Fiction mit packender Thriller-Spannung zu verbinden und gehört zu seinen meistdiskutierten Werken."