Andreas Eschbachs "Herr aller Dinge" entführt die Leser in eine Welt, in der die Grenzen des Möglichen neu definiert werden. Im Zentrum der Geschichte stehen die Kindheitsfreunde Charlotte, eine diplomatische Tochter mit einer ungewöhnlichen Gabe, und Hiroshi, ein brillanter japanischer Junge aus ärmlichen Verhältnissen. Ihre Begegnung in Tokio als Zehnjährige ist der Funke für eine lebenslange Verbindung und Hiroshis obsessives Streben nach einer Erfindung, die die tiefen Klassengegensätze seiner Gesellschaft überwinden soll. Hiroshi träumt davon, den Hunger und Mangel der Welt ein für alle Mal zu beenden. Sein Genie führt ihn zur Entwicklung eines Apparates, der in der Lage ist, Materie zu replizieren – der "Materie-Replikator". Diese bahnbrechende Technologie verspricht eine Utopie des Überflusses, in der Armut ein Relikt der Vergangenheit wäre. Doch Eschbach beleuchtet meisterhaft die komplexen ethischen, sozialen und wirtschaftlichen Implikationen einer solchen Erfindung. Während Hiroshi versucht, seine Vision zum Wohl der Menschheit umzusetzen, muss er sich den weitreichenden Konsequenzen seiner Schöpfung stellen, die nicht nur Hoffnung, sondern auch Gier, Machtmissbrauch und globale Umwälzungen mit sich bringt. Das Buch ist eine tiefgründige Reflexion über Fortschritt, Verantwortung und die menschliche Natur.
Critical Reception
"Andreas Eschbachs "Herr aller Dinge" gilt als ein wegweisendes Werk der deutschen Science-Fiction, das technologische Visionen mit tiefgründiger Gesellschaftskritik verbindet und nachhaltig zum Diskurs über die Utopien und Dystopien der Zukunft beiträgt."