Synopsis

„Lenz“ ist eine unvollendete Erzählung von Georg Büchner, die auf den Aufzeichnungen von Johann Friedrich Oberlin über den Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz basiert. Sie schildert den psychischen Verfall des jungen Dichters während seines Aufenthalts im elsässischen Steintal. Lenz, geplagt von künstlerischen Idealen und einer tiefen existentiellen Krise, erlebt eine zunehmende Entfremdung von der Welt und sich selbst. Die Erzählung zeichnet sich durch ihre fragmentarische Struktur, ihre dichte, suggestive Sprache und ihre schonungslose Darstellung seelischer Qualen aus. Lenz' Wahrnehmung verschwimmt, er leidet unter Halluzinationen und einer immer stärker werdenden Melancholie, die ihn in den Wahnsinn treibt. Büchner gelingt hier ein bahnbrechendes Werk des psychologischen Realismus, das die Zerrissenheit des modernen Menschen und die Ambivalenz von Genie und Wahnsinn auf eindringliche Weise erforscht. Die Geschichte ist ein intensives Porträt eines Künstlers, der an der Welt und an sich selbst zerbricht, und gilt als Schlüsselwerk der deutschen Literatur, das den Weg für spätere expressionistische und existenzialistische Strömungen ebnete.

Critical Reception

"„Lenz“ gilt als eines der frühesten und eindringlichsten Werke des psychologischen Realismus in der deutschen Literatur und ein Vorbote moderner Erzählkunst."

Metadata

ISBN:9783730997901
Pages:249
Age Rating:16+

Acquire

Return to Nebula

Semantically Similar