Synopsis

Siegfried Lenz' Roman "Fundbüro" erzählt die Geschichte des 24-jährigen Henry Neff, der bewusst den konventionellen Karrierewegen entsagt und stattdessen eine Anstellung im Fundbüro eines geschäftigen Hauptbahnhofs annimmt. Sein Motto "Mir genügt's, da zu bleiben, wo ich bin" spiegelt seine Zufriedenheit mit diesem ungewöhnlichen Arbeitsplatz wider, der sich als reichhaltige Quelle menschlicher Geschichten und skurriler Begebenheiten erweist. Täglich begegnet Henry Menschen, die die unterschiedlichsten Dinge verloren haben – vom Handwerkszeug eines Messerwerfers über vergessene Liegestühle bis hin zum Textbuch einer Schauspielerin, die er auf seine charmante Art dazu bringt, Passagen vorzutragen, um ihren Anspruch zu beweisen. Lenz zeichnet mit warmherzigem Humor und einer feinen Symbolik des Verlierens und Wiederfindens ein farbenprächtiges Bild dieses Mikrokosmos. Doch die scheinbar idyllische Welt gerät ins Wanken, als Henrys Freund, der baschkirische Mathematiker Fedor Lagutin, von Kriminellen bedroht wird und strukturelle Reformen der Bundesbahn den Arbeitsplatz eines Kollegen gefährden. Henry muss erkennen, dass sein Fundbüro keine abgeschirmte Oase ist und das Leben zuweilen ein entschiedenes Eingreifen erfordert. Der Roman ist eine tief bewegende Erzählung über menschliche Anteilnahme, den liebenswerten Witz des Alltags und die Erkenntnis, dass wahre Entwicklung auch im Stillstand oder an unerwarteten Orten stattfinden kann.

Critical Reception

"Dieses Werk wird als ein zutiefst menschlicher und humorvoller Roman von Siegfried Lenz gefeiert, der durch seine liebenswerte Erzählweise und seine sanfte Gesellschaftskritik nachhaltig beeindruckt und als ein Höhepunkt im Spätwerk des Autors gilt."

Metadata

ISBN:9783455002522
Pages:268
Age Rating:Für alle

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