Synopsis

Siegfried Lenz' Roman "Das Vorbild" entführt die Leser in das aufwühlende Jahr 1968. Drei engagierte Pädagogen – der Gymnasiallehrer Christian Fedder, die Studienrätin Sabine Barfuss und der Volksschullehrer Robert Liebherr – werden beauftragt, eine Jury zu bilden, die den "Lehrer des Jahres" küren soll. Diese Aufgabe entpuppt sich als eine tiefgreifende Selbstbefragung und eine frustrierende Suche nach einer zeitgemäßen, glaubwürdigen Vorbildfigur in einer Gesellschaft im Umbruch. Während sie potenzielle Kandidaten evaluieren, konfrontieren sie sich unweigerlich mit ihren eigenen Idealvorstellungen, Enttäuschungen und dem Erbe der deutschen Vergangenheit. Fedder ringt mit konservativen Werten, Barfuss sucht nach Authentizität jenseits bürgerlicher Fassaden, und Liebherr kämpft mit seiner eigenen inneren Zerrissenheit. Die aufkommenden Studentenproteste, die noch spürbaren Schatten des Nationalsozialismus und die wachsende Kluft zwischen den Generationen prägen ihre Diskussionen. Lenz zeichnet ein vielschichtiges Porträt einer Epoche, in der moralische Autorität und Orientierungspunkte schmerzlich vermisst werden. Am Ende steht die ernüchternde Erkenntnis, dass die Suche nach dem idealen Vorbild in einer derart komplexen und fragmentierten Zeit womöglich vergeblich ist.

Critical Reception

"Siegfried Lenz' "Das Vorbild" gilt als eine prägnante literarische Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist des Jahres 1968 und den gesellschaftlichen Umbrüchen im Nachkriegsdeutschland, die bis heute Relevanz besitzt."

Metadata

ISBN:N/A
Pages:632
Age Rating:16+

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