Ulrike Herrmanns "Das Ende des Kapitalismus" beleuchtet die paradoxe Natur des Kapitalismus: Während er Wohlstand, Demokratie und Fortschritt ermöglichte, treibt er gleichzeitig die Zerstörung von Klima und Umwelt voran, was die Menschheit existenziell bedroht. Die Autorin, eine anerkannte Wirtschaftsexpertin, argumentiert scharf gegen das Konzept des "grünen Wachstums" und plädiert stattdessen für ein "grünes Schrumpfen". Sie erklärt, dass die Klimakrise direkt den Kern des Kapitalismus trifft, da Wachstum untrennbar mit dem Einsatz von Technologie und dem Verbrennen von Energie verbunden ist. Da erneuerbare Energien allein nicht ausreichen werden, um weltweites Wachstum zu befeuern, müssen Industrieländer sich vom aktuellen kapitalistischen Modell verabschieden und eine Kreislaufwirtschaft anstreben, in der nur noch recycelbare Ressourcen verbraucht werden. Als überraschendes, aber effektives Modell für dieses grüne Schrumpfen schlägt Herrmann die britische Kriegswirtschaft ab 1940 vor, um zu veranschaulichen, wie eine solche Transformation aussehen könnte.
Critical Reception
"Ulrike Herrmanns "Das Ende des Kapitalismus" ist ein hochrelevantes und kontroverses Werk einer Bestseller-Autorin, das die aktuelle Debatte um Klimaschutz und Wirtschaftssysteme maßgeblich prägt."