Synopsis

Herfried Münklers "Die Deutschen und ihre Mythen" ist eine tiefgreifende historische Analyse, die erforscht, wie nationale Mythen die deutsche Identität über Jahrhunderte geformt haben. Das Werk erweckt alte Sagen – von den Nibelungen bis zu Hermann dem Cherusker – zu neuem Leben und beleuchtet schicksalhafte Orte wie Weimar, Nürnberg und den Rhein. Münkler zeigt auf, dass Mythen und Politik in Deutschland stets untrennbar miteinander verbunden waren und eine immense motivierende sowie mobilisierende Kraft entfesselten, die sich sowohl im Positiven als auch im Negativen manifestierte. Er illustriert dies exemplarisch an der Schlacht im Teutoburger Wald, die zur inneren Militarisierung beitrug, oder dem „Unternehmen Barbarossa“, das in den Untergang führte. Nach 1945 prägten der Mythos des „Wirtschaftswunders“ die Bundesrepublik und der „antifaschistische Widerstand“ die DDR. Das Buch stellt die provokante Frage, ob das heutige mythenarme Deutschland einen Fluch oder Segen darstellt. Münkler liefert ein aufschlussreiches, souverän dargestelltes und packendes Werk, das nicht nur die deutsche Geschichte und Mentalität, sondern auch die gegenwärtige Politik erhellt.

Critical Reception

"Ein wegweisendes Werk, das die deutsche Geschichtsschreibung und das Verständnis nationaler Identität maßgeblich beeinflusst hat."

Metadata

ISBN:N/A
Pages:616
Age Rating:16+

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