Als Emmi Rothner versehentlich E-Mails an Leo Leike sendet, beginnt eine ungewöhnliche und zunehmend intensive Online-Korrespondenz. Aus anfänglicher Höflichkeit entwickelt sich ein tiefgründiger Austausch über Leben, Sehnsüchte und verborgene Gefühle. Obwohl sie sich noch nie persönlich begegnet sind, fühlen sich die beiden Protagonisten zusehends voneinander angezogen und entblößen sich in ihren virtuellen Dialogen auf eine Weise, die im realen Leben unmöglich erscheint. Doch Emmi ist verheiratet, und Leo kämpft mit den Nachwirkungen einer gescheiterten Beziehung. Die Frage, ob ihre elektronische Verbundenheit die Realität einer physischen Begegnung überstehen würde, schwebt ständig über ihnen. Die Angst vor Enttäuschung und die potenziellen Konsequenzen für Emmis Ehe halten sie davon ab, den entscheidenden Schritt zu wagen.
Der Roman erforscht meisterhaft die Komplexität moderner Kommunikation und die Entstehung von Intimität in einer virtuellen Welt, während er die Leser dazu anregt, über die Natur von Liebe, Loyalität und die Grenzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit nachzudenken.
Critical Reception
"Daniel Glattauers Roman hat sich als moderner Klassiker der deutschsprachigen Literatur etabliert und wurde weltweit für seine einzigartige Darstellung einer virtuellen Liebesgeschichte gefeiert."
Adaptations
Der Roman wurde für die Bühne adaptiert und 2019 unter der Regie von Vanessa Jopp mit Nora Tschirner und Alexander Fehling in den Hauptrollen verfilmt.