„Eurotrash“ ist Christian Krachts provokante und schonungslose Fortsetzung seines Debütromans „Faserland“. Der namenlose Erzähler, nun ein gealterter und desillusionierter Schriftsteller, kehrt nach Jahrzehnten in seine Schweizer Heimat zurück, um mit seiner krebskranken Mutter eine letzte, skurrile Reise durch die Schweiz anzutreten. Diese Fahrt wird zu einer exzentrischen Odyssee voller Erinnerungen, Reflexionen über den Verfall, die deutsche Identität, über Reichtum, Krankheit und den Umgang mit dem eigenen Erbe. Kracht verwebt biographische Elemente mit Fiktion zu einem autofiktionalen Text, der die Abgründe der bürgerlichen Existenz und die eigene Rolle als Künstler und Erbe einer privilegierten Klasse seziert. Mit seinem unverkennbaren, präzisen und oft zynischen Stil erschafft Kracht ein vielschichtiges Porträt des Protagonisten und seiner Mutter, das gleichzeitig zärtlich und brutal, komisch und tief traurig ist. Das Buch ist eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, der Last der Herkunft und der Suche nach Authentizität in einer Welt des Scheins.
Critical Reception
"Als meisterhafte Fortsetzung von Krachts kultigem Debütroman „Faserland“ gilt „Eurotrash“ als eine tiefgründige literarische Auseinandersetzung mit Identität, Dekadenz und der kulturellen Aufarbeitung der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur."