Gillian Flynn ist eine amerikanische Schriftstellerin und Drehbuchautorin, bekannt für ihre psychologischen Thriller. Geboren 1971 in Kansas City, Missouri, zeigte sie früh Interesse an Literatur und Film. Nach ihrem Studium an der University of Kansas und der Northwestern University arbeitete sie zehn Jahre lang als Kritikerin für Entertainment Weekly, wo sie ihren scharfen Beobachtungssinn und ihre Fähigkeit zur Analyse von Geschichten schulte. Ihr Debütroman „Sharp Objects“ (2006) erntete kritischen Beifall und wurde für seine düstere Atmosphäre und komplexe Charaktere gelobt. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit „Gone Girl“ (2012), der zum Bestseller wurde und erfolgreich verfilmt wurde, wobei Flynn selbst das Drehbuch schrieb. Ihre Werke zeichnen sich durch unzuverlässige Erzähler und eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen aus.
«„Ich tat, was jede Frau tut, wenn sie sich von einem Mann verlassen fühlt. Ich weinte, aß Ben & Jerry's und nahm an, dass ich ab jetzt für immer allein sein würde.“ (Aus „Gone Girl“)»
«„Es gibt keine größere Lüge als die, mit der man sich selbst belügt.“ (Aus „Dark Places“)»
«„Ich wollte etwas über Frauen schreiben, die auf toxische Weise handeln, Frauen, die wütend sind, Frauen, die rachsüchtig sind.“ (Über ihre Motivation)»
Flynns Schreibstil ist psychologisch dicht, beklemmend und oft verstörend. Sie verwendet häufig unzuverlässige Erzähler, die den Leser bis zum Schluss im Ungewissen lassen. Ihre Prosa ist präzise, lakonisch und atmosphärisch, oft gespickt mit Sarkasmus und einem dunklen Humor. Sie ist Meisterin darin, die Abgründe menschlicher Beziehungen und die Schattenseiten der amerikanischen Gesellschaft zu beleuchten, wobei sie eine düstere und beunruhigende Stimmung aufbaut.