Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch findet sich die Apothekerin Hella Moormann in einer Frauenklinik wieder. Dort beginnt sie, ihrer Bettnachbarin Marlene, die sich zunächst desinteressiert zeigt, schonungslos und mit einer frappierenden Kaltblütigkeit aus ihrem Leben zu erzählen. Hella offenbart eine Serie von Beziehungen, die sie auf höchst unkonventionelle und oft tödliche Weise beendete, wenn die Männer ihren Ansprüchen nicht genügten. Mit trockenem Humor und einer erschreckend logischen Argumentation schildert sie, wie sie ihre Opfer aus dem Weg räumte – stets getrieben von einer zynischen Pragmatik und dem Wunsch nach einem besseren Leben. Marlene erkennt schnell das Potenzial, das in Hellas mörderischen Geheimnissen liegt, und fordert schließlich einen hohen Preis für ihr Schweigen. Ingrid Nolls Roman ist eine bitterböse Satire über kleinbürgerliche Abgründe und die manipulative Kraft einer Frau, die ihre eigene Morallogik entwickelt hat.
Critical Reception
"Ein ikonisches Werk Ingrid Nolls, das ihren Ruf als Meisterin des schwarzhumorigen Kriminalromans mit bitterbösem Blick auf die menschliche Psyche zementierte und das Genre nachhaltig prägte."
Adaptations
Der Roman wurde 1997 unter der Regie von Rainer Kaufmann mit Katja Riemann als Hella Moormann und Jürgen Vogel in einer Hauptrolle verfilmt.