Synopsis

„Tristanakkord“ von Hans-Ulrich Treichel entführt den Leser in die klaustrophobische Welt des musikalischen Genies, durch die Augen eines jungen, arbeitslosen Germanisten namens Felix. In seiner verzweifelten Suche nach einer Anstellung heuert Felix als Assistent des exzentrischen und weltberühmten Komponisten Walter Steiner an, dessen Schaffenskraft und exzessiver Lebensstil gleichermaßen legendär sind. Was als vielversprechende Chance beginnt, entpuppt sich schnell als eine absurde Odyssee in die Abgründe künstlerischen Egos und menschlicher Abhängigkeiten. Felix wird in Steiners bizarren Alltag hineingezogen, der von unberechenbaren Launen, nächtlichen Telefongesprächen, obskuren Forschungsaufträgen und der ständigen Präsenz einer dominanten Ehefrau geprägt ist. Zwischen der Bewunderung für Steiners Kunst und der Fassungslosigkeit über dessen Charakter kämpft Felix darum, seine eigene Identität und moralische Integrität zu bewahren. Treichel zeichnet ein scharfzüngiges Porträt der Kunstszene und einer Mentor-Mentee-Beziehung, die immer mehr zu einem kafkaesken Albtraum wird, in dem die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn, Originalität und Manierismus verschwimmen. Es ist eine subtile Auseinandersetzung mit der Faszination und den Fallstricken des Scheins, des Ruhmes und der Suche nach dem eigenen Platz in einer übermächtigen Welt.

Critical Reception

"Hans-Ulrich Treichels 'Tristanakkord' wird als scharfsinnige und humorvolle Auseinandersetzung mit dem Kunstbetrieb und der Ambivalenz des Genies in der deutschen Literatur hochgeschätzt."

Metadata

ISBN:N/A
Pages:250
Age Rating:16+

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