Markus Heitz' "Ritus" entführt den Leser in das düstere Frankreich des Jahres 1764, eine Zeit, in der Aberglaube und brutale Realität untrennbar miteinander verwoben sind. Inmitten der malerischen, doch von Angst gezeichneten Landschaften des ländlichen Frankreichs wütet eine schreckliche Bedrohung: Brutale Kindermorde erschüttern die Bevölkerung, und Gerüchte von übernatürlichen Bestien, die als Werwölfe durch die Wälder streifen, verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Die Jagd auf diese monströsen Kreaturen und die für die Taten verantwortlichen Menschen nimmt obsessive Züge an, getrieben von Verzweiflung und dem tief verwurzelten Glauben an dunkle Mächte. Heitz webt ein dichtes Netz aus historischer Atmosphäre, grausamen Verbrechen und der psychologischen Zerrissenheit einer Gesellschaft, die am Rande des Wahnsinns balanciert. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen menschlicher Grausamkeit und übernatürlichem Horror, während die Protagonisten in einen Strudel aus Misstrauen, Gewalt und archaischen Ritualen geraten, die mehr Geheimnisse bergen, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Das Buch erkundet die Tiefen menschlicher Angst und die Abgründe der Seele, wenn der Glaube an das Böse zur Realität wird. Es ist ein packender Roman über die Jagd, die Opfer und die dunklen Kräfte, die im Herzen der Menschheit lauern können, ob sie nun mythologischer Natur sind oder aus den tiefsten Abgründen menschlicher Perversion stammen.
Critical Reception
"Markus Heitz' 'Ritus' wird als packender und atmosphärisch dichter Schauerroman gefeiert, der das historische Horror-Genre mit seiner unverwechselbaren Handschrift bereichert und eine treue Leserschaft begeistert."