Die Sonette an Orpheus

Synopsis

Die Sonette an Orpheus, im Februar 1922 in einem intensiven Schaffensrausch von Rainer Maria Rilke verfasst, gehören zu seinen letzten und tiefgründigsten Dichtungen. Entstanden im Kontext der Fertigstellung der Duineser Elegien und inspiriert vom frühen Tod der jungen Tänzerin Wera Ouckama Knoop, der das Werk als 'Grab-Mal' gewidmet ist, nutzt Rilke den Orpheus-Mythos als zentralen Resonanzraum. Orpheus wird zur Chiffre für das dichterische Prinzip, zur Figur der poetischen Selbstreflexion, die das Wesen des Gesangs und der Kunst erforscht. Obwohl formal an die klassische Sonettstruktur angelehnt, bricht Rilke bewusst mit traditionellen Reim- und Metrikbindungen, um neue Ausdrucksformen zu finden. Das Werk ist eine meditative Auseinandersetzung mit Existenz, Vergänglichkeit und der schöpferischen Kraft des Gesangs, der hier als 'Dasein' selbst verstanden wird, ein transzendenter 'Hauch um nichts. Ein Wehn im Gott. Ein Wind.'

Critical Reception

"Als eines der letzten vollendeten Werke Rilkes festigten die Sonette an Orpheus seinen Ruf als einer der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts und gelten als ein Höhepunkt modernistischer deutschsprachiger Dichtung."

Metadata

ISBN:9783965429796
Pages:74
Age Rating:Für alle

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