Rainer Maria Rilke, geboren als René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, war ein österreichischer Dichter und Schriftsteller, der als einer der bedeutendsten Lyriker der deutschen Sprache gilt. Er wurde 1875 in Prag, damals Teil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, geboren. Rilkes Werk ist tiefgründig und vielschichtig, geprägt von intensiven Reisen durch Europa und Nordafrika, die seinen Blick auf die Welt und seine dichterische Ausdrucksweise maßgeblich formten. Er lebte zeitweise in Paris, wo er auch als Sekretär für den Bildhauer Auguste Rodin arbeitete. Seine bekanntesten Werke sind die 'Duineser Elegien' und 'Die Sonette an Orpheus', die sich mit existenziellen Fragen von Leben, Tod, Liebe und Transzendenz auseinandersetzen. Rilke verstarb 1926 in der Schweiz an Leukämie.
«Die Zukunft tritt in uns ein, um sich in uns zu verwandeln, lange bevor sie geschieht.»
«Lass dir alles geschehn: Schönheit und Schrecken. Bleibe einfach im Fühlen.»
«Wer jetzt weint irgendwo in der Welt, grundlos weint in der Welt über Welt, weint über mich.»
Rilkes Schreibstil ist bekannt für seine tiefe Lyrik, seine musikalische Sprachmelodie und seine präzisen, oft symbolbeladenen Bilder. Er verwendete eine hoch sensible und introspektive Sprache, die das Innere und die verborgenen Dimensionen der menschlichen Existenz auslotet. Besonders charakteristisch sind seine 'Dinggedichte', in denen er alltägliche Objekte mit großer Empathie und philosophischem Tiefgang belebte. Sein Stil ist oft melancholisch, doch immer von einer suchenden Spiritualität und einer meisterhaften Beherrschung der Form geprägt.