„Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers ist ein tief bewegender Roman, der die dramatische Flucht des Kommunisten Georg Heisler aus dem Konzentrationslager Westhofen im Jahr 1937 schildert. Nach dem Ausbruch von sieben Häftlingen werden für jeden von ihnen Kreuze aus gekappten Platanen errichtet. Sechs der Geflohenen werden gefasst, gefoltert und sterben an ihren Kreuzen; nur Georgs Kreuz bleibt leer. Seine wochenlange Odyssee durch das nationalsozialistische Deutschland ist eine atemlose Jagd, bei der er auf Menschen trifft, die sich entscheiden müssen: zwischen Verrat und Mitmenschlichkeit, zwischen Angst und Solidarität. Der Roman beleuchtet die Zerrissenheit einer Gesellschaft unter der Diktatur und die stillen Akte des Widerstands und der Menschlichkeit, die Georgs Überleben ermöglichen. Geschrieben im Pariser Exil und durchdrungen von Seghers’ eigenen Fluchterfahrungen, ist dieser Welterfolg nicht nur ein packender Thriller, sondern auch eine zutiefst existenzielle Reflexion über Freiheit, Gerechtigkeit und den unzerstörbaren menschlichen Geist im Angesicht der Barbarei. Die Geschichte ist eine Mahnung und ein Zeugnis der Zeit, dessen Botschaft bis heute nachwirkt.
Critical Reception
"Der Roman gilt als zeitloses Meisterwerk der Exilliteratur, das Anna Seghers' Weltruhm begründete und bis heute als eindringliche Mahnung gegen Diktatur und für die Unzerstörbarkeit menschlicher Gerechtigkeit und Solidarität wirkt."
Adaptations
Das Buch wurde 1944 unter dem Titel „The Seventh Cross“ von Fred Zinnemann verfilmt, mit Spencer Tracy in der Hauptrolle.