Joe Haldemans „Der ewige Krieg“ erzählt die erschütternde Geschichte von William Mandella, einem jungen Physiker, der in einem interstellaren Konflikt zwischen der Menschheit und den außerirdischen Tauriern kämpfen muss. Durch den Einsatz von Raumschiffen, die sich annähernd mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, erfahren die Soldaten eine extreme Zeitdilatation. Was für Mandella und seine Kameraden nur Monate des erbitterten Kampfes bedeutet, sind auf der Erde Jahrhunderte, die vergehen. Bei jeder Heimkehr findet sich Mandella in einer ihm fremd gewordenen Gesellschaft wieder, die sich technologisch, kulturell und biologisch dramatisch verändert hat. Diese ständige Entfremdung und der psychologische Tribut des Krieges stehen im Mittelpunkt des Romans. Haldeman, selbst ein Vietnam-Veteran, verarbeitet tiefgründige Antikriegsbotschaften, die die Sinnlosigkeit des Konflikts, die Dehumanisierung der Soldaten und die unaufhaltsamen Veränderungen der Gesellschaft kritisch beleuchten. Ein schonungsloses Meisterwerk, das die menschliche Natur und den hohen Preis des Krieges eindringlich reflektiert.
Critical Reception
"Der ewige Krieg gilt als einer der wichtigsten und einflussreichsten Antikriegsromane der Science-Fiction-Literatur, dessen psychologische Tiefe und gesellschaftliche Relevanz bis heute ungebrochen ist."