Synopsis

Nationalismus" von Dieter Langewiesche beleuchtet die vielschichtige Rolle der Nation als dominantes Ordnungssystem in Europa. Das Buch analysiert die inhärente Ambivalenz dieses Konzepts: Einerseits verspricht die Nation demokratische Ideale wie Gleichheit, soziale und politische Teilhabe sowie Sicherheit für ihre Mitglieder. Andererseits hat Nationalismus historisch immer wieder zu verheerenden Konflikten, Vertreibungen und Ausgrenzungen bis hin zu genozidalen Gräueltaten geführt. Langewiesche präsentiert eine tiefgehende historische Entwicklung dieser Phänomene und entwickelt eine Systematik der heutigen Nationalismen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage nach der Rolle und dem Platz der Frauen innerhalb der nationalen Konstruktion. Anhand konkreter Fallstudien aus Frankreich, Spanien, Schweden, Israel, der Weimarer Republik sowie Ost- und Westdeutschland untersucht der Autor, wie die Vereinbarkeit von Demokratie und Nation in der Vergangenheit aussah und in der Gegenwart aussieht. Er beleuchtet die weitreichenden Konsequenzen, die der Rückgriff auf nationalistische Begriffe und Denkweisen mit sich bringt. Das Werk macht deutlich, dass die Spannung zwischen Inklusion und Exklusion die europäischen Gesellschaften bis heute prägt und die "dunkle Seite" des Nationalismus selbst in modernen Demokratien eine anhaltende Bedrohung darstellt, wodurch das demokratische Gleichheitsversprechen oft nur unvollständig realisiert wird.

Critical Reception

"Dieses Werk gilt als eine maßgebliche Analyse der Ambivalenz des Nationalismus und dessen fortwährender Relevanz in modernen Gesellschaften."

Metadata

ISBN:9783534405039
Pages:355
Age Rating:16+

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