In einer fernen Zukunft, lange nachdem die menschliche Zivilisation untergegangen ist, hat sich die Welt radikal gewandelt. Wo einst Europa lag, existieren nur noch drei geheimnisvolle, organisch gewachsene Städte. Die Erde gehört nun den Tieren, die komplexe Gesellschaftsstrukturen und politische Systeme entwickelt haben. An der Spitze dieses neuen Reiches steht Cyrus Golden, ein majestätischer Löwe, der den Staat der drei Städte mit Weisheit und Stärke führt. Doch die fragile Ordnung ist in Gefahr: Eine unheilvolle Bedrohung, deren Ursprung und Natur rätselhaft bleiben, kündigt sich an und gefährdet die gesamte tierische Zivilisation.
Um einen Verbündeten in dieser kritischen Stunde zu finden, entsendet Cyrus Golden seinen besten Diplomaten, den intelligenten Wolf Dimitri. Seine Mission führt ihn auf eine gefährliche Reise über den weiten Ozean ins einst majestätische Nordamerika. Diese Nachtfahrt wird zu einer Odyssee der Selbstfindung und Erkenntnis für Dimitri. Er taucht tief in die Ruinen und Erinnerungen einer vergangenen Ära ein und konfrontiert sich mit der Geschichte der untergegangenen Menschheit. Dabei enthüllt er schockierende Wahrheiten darüber, "warum den Menschen passiert ist, was ihnen passiert ist", und muss sich fragen, ob die Tiere ein ähnliches Schicksal abwenden können. Dietmar Daths Roman ist eine tiefgründige, spekulative Auseinandersetzung mit Zivilisationskritik, Evolution und dem ewigen Kreislauf von Niedergang und Neuanfang, die sich nahtlos in die Tradition großer utopischer und dystopischer Literatur einreiht.
Critical Reception
"Dietmar Daths „Die Abschaffung der Arten“ gilt als ein intellektuell herausforderndes und stilistisch brillantes Werk der spekulativen Literatur, das Genrekonventionen aufbricht und tiefgreifende Fragen über Zivilisation und Natur aufwirft."