„Karwoche“ von Andreas Föhr beginnt mit einem riskanten Autorennen am Achenpass, bei dem Polizeiobermeister Kreuthner seinen Chef beinahe von der Straße drängt. Um die drohenden Konsequenzen abzuwenden, inszeniert Kreuthner kurzerhand eine spontane Verkehrskontrolle. Diese improvisierte Aktion führt jedoch zu einer entsetzlichen Entdeckung: Im Laderaum des Lkws seines Rennkontrahenten und Freundes Kilian Raubert kniet eine tote Frau. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich schnell als komplexer Mordfall, der Kreuthner und seine Kollegen in die dunklen Abgründe der bayerischen Provinz führt. Die Ermittlungen decken ein Geflecht aus Lügen, alten Rechnungen und persönlichen Dramen auf, das weit über den Fundort der Leiche hinausreicht. Kreuthner sieht sich nicht nur mit einem undurchsichtigen Verbrechen konfrontiert, sondern auch mit der undurchsichtigen Rolle seines Freundes Kilian. Andreas Föhr zeichnet mit feinem Gespür für Atmosphäre und Charakterentwicklung ein packendes Kriminaldrama, das den Leser mit unerwarteten Wendungen und tiefgründigen Einblicken in die menschliche Seele fesselt. Der Roman ist ein spannungsgeladener Krimi, der die Grenzen zwischen Recht und Freundschaft, Schuld und Unschuld auslotet und die Abgründe einer scheinbar idyllischen Welt offenbart.
Critical Reception
"Der Roman festigte Andreas Föhrs Ruf als Meister des bayerischen Regionalkrimis und genießt bei Fans des Genres Kultstatus für seine packende Mischung aus Spannung und Lokalkolorit."
Adaptations
Der Roman wurde 2017 unter dem Titel „Toter Winkel“ als Fernsehfilm adaptiert, mit Max von Pufendorf und Frederic Linkemann in den Rollen von Wallner und Kreuthner.