Dan Simmons' "Ilium" ist eine monumentale Space Opera, die die Grenzen von Zeit und Mythos sprengt. Der Roman versetzt den wiederbelebten trojanischen Gelehrten Thomas Hockenberry in das homerische Griechenland, wo er den Trojanischen Krieg für gottähnliche Wesen auf dem Mars beobachten soll. Diese 'Götter', hochentwickelte Post-Menschen, nutzen fortschrittlichste Technologie, um die historischen Ereignisse nachzubilden und zu manipulieren, was Hockenberry bald zu Zweifeln an ihrer göttlichen Natur und den wahren Motiven hinter dem ewigen Konflikt veranlasst. Parallel dazu verfolgt die Handlung auf der fernen Erde die letzten Überlebenden der Menschheit, die 'Voynix', eine Gruppe intelligenter Roboter, die versuchen, das Rätsel um eine sterbende Erde und die rätselhaften Ereignisse auf Troja zu lüften. Simmons verwebt gekonnt klassische Mythologie, Zeitreisen, künstliche Intelligenz und post-humanistische Philosophie zu einem fesselnden Epos, das die wahre Natur von Göttern, Menschen und der Realität selbst hinterfragt. Ein intellektuelles Feuerwerk, reich an Anspielungen und voller Spannung.
Critical Reception
"Ilium gilt als ein wegweisendes Werk der modernen Science-Fiction, das die Genregrenzen neu definiert und Dan Simmons' Ruf als Meister des spekulativen Romans festigte."