Kurt Tucholsky (geb. 18. Januar 1890 in Berlin; gest. 21. Dezember 1935 in Hindås, Schweden) war einer der bedeutendsten deutschen Journalisten, Satiriker, Schriftsteller und Lyriker der Weimarer Republik. Er studierte Jura, wandte sich aber früh dem Journalismus zu. Ab 1913 schrieb er regelmäßig für die Wochenschrift „Die Weltbühne“, deren Mitherausgeber er später wurde. Tucholsky war ein scharfer Kritiker der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse seiner Zeit. Seine Texte prangerten Militarismus, Nationalismus, Antisemitismus, eine reaktionäre Justiz und das spießbürgerliche Verhalten an. Er war überzeugter Pazifist und Demokrat. Um die Vielfalt seiner Themen und Perspektiven zu betonen, nutzte er mehrere Pseudonyme: Ignaz Wrobel, Peter Panter, Theobald Tiger und Kaspar Hauser, die er als eigenständige literarische Figuren entwickelte. Seine Essays, Gedichte und Prosastücke zeichneten sich durch Witz, Ironie und eine meisterhafte Beherrschung der deutschen Sprache aus. Ab 1924 lebte Tucholsky überwiegend in Paris, blieb aber über seine Publikationen eng mit Deutschland verbunden. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurden seine Bücher verbrannt und er wurde ausgebürgert. Zunehmend verzweifelt über die politische Entwicklung und die Einschränkung seiner publizistischen Möglichkeiten, nahm er sich 1935 in Schweden das Leben. Tucholsky gilt heute als einer der wichtigsten Chronisten und Kritiker der Weimarer Republik und als herausragender deutscher Satiriker.
«Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.»
«Was darf Satire? Alles.»
«Der größte Feind des Fortschritts ist nicht der Irrtum, sondern die Trägheit.»
Satirisch, ironisch, polemisch, prägnant, humorvoll, scharfzüngig, kritisch, feuilletonistisch, elegant, sprachlich versiert und rhetorisch brillant.