Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg an der Saar, ist ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller. Seine Kindheit verbrachte er als Sohn eines Psychiaters auf dem Gelände einer großen Nervenheilanstalt in Schleswig, ein prägendes Erlebnis, das in seinen autobiographisch gefärbten Romanen immer wieder eine Rolle spielt. Nach einer abgebrochenen Schauspielausbildung in München feierte er große Erfolge auf den Bühnen namhafter Theater, darunter das Maxim Gorki Theater in Berlin, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg und das Wiener Burgtheater, wo er festes Ensemblemitglied war. Als Autor erlangte er durch seine Romantrilogie "Alle Toten fliegen hoch" große Bekanntheit, in der er auf humorvolle und zugleich tiefgründige Weise seine Familiengeschichte und prägende Lebensabschnitte aufarbeitet. Seine Werke zeichnen sich durch eine einzigartige Mischung aus Tragik, Komik und schonungsloser Ehrlichkeit aus, die ihm eine große Leserschaft und Kritikerlob eingebracht hat. Neben seiner literarischen Arbeit ist er weiterhin als Schauspieler aktiv und tourt mit seinen Lesungen durch den deutschsprachigen Raum.
«Das Leben ist ein Irrtum, und der Tod ist die Korrektur.»
«Man muss das Leben nicht verstehen, man muss es nur leben.»
«Trauer ist das Nachbeben von Glück.»
Meyerhoffs Schreibstil ist geprägt von einer einzigartigen Mischung aus tragikomischem Humor, detailreicher Beobachtung und melancholischer Tiefe. Er erzählt meist in der Ich-Perspektive, oft autobiographisch inspiriert, mit einer direkten und assoziativen Sprache. Seine Prosa ist reich an Anekdoten, skurrilen Figuren und Momenten des Absurden, die er mit großer Empathie und schonungsloser Offenheit für menschliche Schwächen darstellt. Er navigiert gekonnt zwischen Komik und Tragik, Erinnerung und Reflexion, wobei er auch ernste Themen mit einer entwaffnenden Leichtigkeit behandelt.