Ursula K. Le Guin (geboren am 21. Oktober 1929 in Berkeley, Kalifornien; gestorben am 22. Januar 2018 in Portland, Oregon) war eine herausragende amerikanische Schriftstellerin, die vor allem für ihre Werke in den Genres Science-Fiction und Fantasy bekannt ist. Als Tochter des Anthropologen Alfred L. Kroeber und der Schriftstellerin Theodora Kroeber wuchs sie in einem intellektuellen Umfeld auf. Le Guin absolvierte das Radcliffe College und die Columbia University, wo sie mittelalterliche Romanistik studierte. Ihre literarische Karriere begann in den 1960er Jahren, und sie wurde schnell für ihre tiefgründigen, philosophischen und gesellschaftskritischen Romane und Kurzgeschichten anerkannt. Zu ihren bekanntesten Werken gehören der „Erdsee“-Zyklus, „Die linke Hand der Dunkelheit“ und „Die Enteigneten“. Le Guin prägte mit ihren Werken nicht nur die Genres, in denen sie schrieb, sondern beeinflusste auch Generationen von Autoren und Lesern durch ihre Auseinandersetzung mit Themen wie Anarchismus, Ökologie, Geschlechterrollen und Taoismus. Sie hinterließ ein umfangreiches Werk, das auch Lyrik und Essays umfasst.
«Wir können unsere Geschichte ändern, wenn wir wissen, wer wir sind und wie wir zu dem geworden sind, was wir sind.»
«Liebe besteht darin, die Freude eines anderen als deine eigene zu betrachten.»
«Die wichtigste Lektion, die wir von den Drachen lernen können, ist, dass Macht nicht nur darin besteht, zu zerstören, sondern auch zu bewahren.»
Le Guins Schreibstil ist oft als lyrisch, präzise und intellektuell tiefgründig beschrieben worden. Sie verbindet detailreiches World-Building mit einer eleganten Prosa, die sowohl zugänglich als auch philosophisch anspruchsvoll ist. Ihre Erzählungen sind reich an Symbolik und behandeln komplexe moralische und ethische Dilemmata. Le Guin scheute sich nicht, unkonventionelle Erzählstrukturen zu verwenden und ihre Leser dazu anzuregen, etablierte soziale und politische Normen zu hinterfragen. Sie nutzte Science-Fiction und Fantasy nicht nur zur Unterhaltung, sondern als Medium, um grundlegende Fragen über die menschliche Natur, Gesellschaft und Zivilisation zu stellen.
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