Jack Ketchum war das Pseudonym von Dallas Mayr, einem amerikanischen Autor, der für seine kompromisslosen und oft brutalen Horrorromane bekannt war. Geboren 1946, begann Ketchum seine Karriere in den 1970er Jahren, nachdem er als Literaturagent für Henry Miller gearbeitet hatte. Er erlangte Kultstatus durch Werke wie 'Das große Fressen' (The Girl Next Door), das die Abgründe menschlicher Grausamkeit und Sadismus erforscht und auf wahren Begebenheiten basiert. Seine Geschichten waren oft schockierend und verstörend, konzentrierten sich aber selten auf übernatürliche Elemente, sondern vielmehr auf die psychologische und physische Gewalt, zu der Menschen fähig sind. Ketchum scheute sich nicht, tabuisierte Themen zu behandeln, was ihm sowohl vehemente Kritik als auch eine treue Fangemeinde einbrachte. Er starb 2018 und hinterließ ein Vermächtnis als einer der führenden Köpfe des extremen Horrors.
«Die wahren Monster sind nicht unter unseren Betten, sie sind in unseren Köpfen.»
«Horror ist nicht das, was nachts poltert, sondern das, was im menschlichen Herzen poltert.»
«Ich möchte, dass die Leute beim Lesen meiner Bücher etwas fühlen, selbst wenn dieses Gefühl Abscheu ist.»
Ketchums Schreibstil war schonungslos, direkt und unprätentiös. Er verzichtete auf ausschweifende Beschreibungen zugunsten einer direkten, visceral wirkenden Prosa, die den Leser unmittelbar in das Geschehen hineinzog. Seine Werke zeichneten sich durch eine ungeschönte Darstellung von Gewalt und Trauma aus, oft mit einem psychologischen Tiefgang, der die Motivationen der Täter und das Leid der Opfer ergründete. Er war ein Meister darin, eine Atmosphäre der Angst und des Unbehagens zu erzeugen, indem er sich auf den 'realen' Horror des menschlichen Herzens konzentrierte.