Orson Scott Card, geboren am 24. August 1951 in Richland, Washington, USA, ist ein äußerst produktiver amerikanischer Schriftsteller, bekannt für seine Werke im Science-Fiction- und Fantasy-Genre. Er wuchs hauptsächlich in Utah auf und schloss sein Studium an der Brigham Young University und der University of Utah ab. Card ist Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, was seine literarischen Themen und seine Weltanschauung stark beeinflusst. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 1985 mit dem Roman 'Ender's Game' (Das große Spiel), der sowohl den Hugo Award als auch den Nebula Award gewann, gefolgt von 'Speaker for the Dead' (Sprecher für die Toten), der ebenfalls beide Auszeichnungen erhielt. Neben seiner Belletristik schreibt Card auch Sachbücher und lehrt kreatives Schreiben. Trotz Kontroversen um seine persönlichen Ansichten bleibt er eine prägende Figur in der modernen spekulativen Fiktion.
«In dem Moment, in dem ich meinen Feind wirklich verstehe, ihn gut genug verstehe, um ihn zu besiegen, in genau diesem Moment liebe ich ihn auch. Ich denke, es ist unmöglich, jemanden wirklich zu verstehen, was er will, was er glaubt, und ihn nicht so zu lieben, wie er sich selbst liebt. Und dann, in genau diesem Moment, in dem ich ihn liebe, zerstöre ich ihn.»
«Menschliche Wesen sind keine Tiere. Wir sind keine reinen Raubtiere. Wir sind keine reine Beute. Wir sind beides. Wir sind menschlich.»
«Fiktion ist eine Lüge, und gute Fiktion ist die Wahrheit in der Lüge.»
Cards Schreibstil ist bekannt für seine psychologische Tiefe und seine Charakterstudien. Er schafft komplexe Figuren, die oft mit moralischen Dilemmata und existenziellen Fragen ringen. Seine Prosa ist klar, fesselnd und oft introspektiv, mit einem starken Fokus auf interne Konflikte und die Entwicklung von Protagonisten. Er verbindet actionreiche Handlungsstränge mit philosophischen Überlegungen und sozialen Kommentaren, was seinen Geschichten eine vielschichtige Dimension verleiht. Oft erkundet er schwierige ethische Szenarien und die Konsequenzen von Entscheidungen.