Friedrich Dürrenmatt (1921–1990) war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler, der zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts zählt. Nach einem Studium der Philosophie und Literatur in Zürich und Bern widmete er sich ab 1947 ganz der Schriftstellerei. Dürrenmatt ist vor allem für seine grotesken und oft tragisch-komischen Dramen bekannt, in denen er moralische und philosophische Fragen verhandelt. Seine Werke, darunter "Der Besuch der alten Dame" und "Die Physiker", kritisieren häufig die Absurdität der modernen Welt, die menschliche Fehlbarkeit und die Unmöglichkeit von Gerechtigkeit. Neben seinen Theaterstücken verfasste er auch zahlreiche Romane, Hörspiele und Essays, die sich durch eine präzise Sprache, intellektuelle Schärfe und einen oft zynischen Humor auszeichnen. Dürrenmatts Einfluss auf die deutschsprachige Literatur und das Theater ist immens, und seine Werke werden bis heute weltweit aufgeführt und gelesen. Er war auch ein begabter Maler und Zeichner, dessen bildnerisches Werk eng mit seinen literarischen Themen verbunden ist.
«Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat.»
«Je schlimmer man sich benimmt, desto harmloser wird man beurteilt.»
«Die Welt ist ein Labyrinth, und der Mensch ist der Theseus, der im Labyrinth immer wieder versucht, einen Weg zu finden.»
Sein Schreibstil ist geprägt von intellektueller Schärfe, präziser Sprache und einem Hang zur Groteske und Satire. Er nutzte oft paradoxe und absurde Situationen, um tiefgreifende philosophische und moralische Fragen zu beleuchten. Charakteristisch sind auch seine Fähigkeit, Spannung aufzubauen, und ein oft zynischer, aber auch humanistisch grundierter Humor. Dürrenmatt experimentierte gerne mit Formen und Gattungen, wobei seine Dialoge oft pointiert und tiefgründig sind und die menschliche Natur kritisch hinterfragen.