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Irmgard Keun

de
Charlottenburg, Deutschland
Born 1905 — Died 1982

Biography

Irmgard Keun war eine deutsche Schriftstellerin, die am 6. Februar 1905 in Charlottenburg geboren wurde und am 5. Mai 1982 in Köln verstarb. Sie begann ihre Karriere als Schauspielerin, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Ihre frühen Romane, wie "Gilgi, eine von uns" (1931) und "Das kunstseidene Mädchen" (1932), machten sie in der Weimarer Republik bekannt. Diese Werke zeichneten sich durch ihre Darstellung junger, emanzipierter Frauen aus, die ihren Platz in der modernen Großstadt suchten. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden ihre Bücher verboten und verbrannt. Keun ging 1936 ins Exil, lebte in verschiedenen europäischen Städten und verarbeitete ihre Erfahrungen in Romanen wie "Nach Mitternacht" (1937). Eine bemerkenswerte Episode ihres Lebens war ihre vorgetäuschte Selbsttötung im Jahr 1940, um heimlich nach Deutschland zurückzukehren und dort unterzutauchen. Nach dem Krieg geriet sie lange Zeit in Vergessenheit, bis ihr Werk in den 1970er Jahren wiederentdeckt und neu gewürdigt wurde.

Selected Thoughts

«Ich will keinen Mann, um mich zu verheiraten, ich will einen Mann, um zu leben.»

«Wir wissen nur, dass alles enden muss, und dass es weitergeht.»

«Es ist alles viel zu kompliziert für mich. Ich will ja nur leben.»

Writing Style

Ihr Schreibstil ist geprägt von einer lebendigen, direkten und oft sarkastischen Sprache. Keun nutzte häufig die Ich-Perspektive und colloquialisms, um die Gedanken und Gefühle ihrer weiblichen Protagonistinnen authentisch darzustellen. Ihr Stil verbindet eine bemerkenswerte Leichtigkeit und Witz mit scharfer sozialer Beobachtung und melancholischer Untertönen. Sie war eine Meisterin darin, die Atmosphäre der Weimarer Republik und später die Beklemmung des Exils einzufangen.

Key Themes

Die Neue Frau und EmanzipationExistenzkampf und Leben in der GroßstadtExil und HeimatlosigkeitKritik an bürgerlichen KonventionenDie Auswirkungen des Nationalsozialismus