Hanya Yanagihara, geboren 1974 in Los Angeles, ist eine gefeierte amerikanische Autorin und Redakteurin. Sie wuchs in Hawaii auf und studierte am Smith College. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Redakteurin, unter anderem bei Condé Nast Traveler und T: The New York Times Style Magazine. Ihr Debütroman 'The People in the Trees' (2013) wurde von der Kritik gelobt, aber es war ihr zweiter Roman, 'A Little Life' (Ein wenig Leben, 2015), der ihr internationale Anerkennung und mehrere Auszeichnungen einbrachte. Dieses Werk, bekannt für seine intensive Darstellung von Freundschaft, Trauma und Leiden, polarisierte Leser und Kritiker gleichermaßen. Yanagihara ist bekannt für ihren präzisen und emotional tiefgehenden Schreibstil, der komplexe menschliche Erfahrungen erforscht.
«Wir müssen lernen, dass es keine 'normale' Reaktion auf ein Trauma gibt. Es gibt nur die Reaktion.»
«Freundschaft ist eine Serie von Kompromissen, eine Reihe von Momenten, in denen man sich entscheidet, eine andere Person anzunehmen, wie sie ist.»
«Du bist nicht das, was dir passiert ist. Du bist das, was du wählst zu werden.»
Hanya Yanagiharas Schreibstil ist tiefgründig, eindringlich und oft schonungslos detailliert. Sie verwendet eine präzise und lyrische Sprache, um komplexe psychologische Zustände und emotionale Extreme zu erforschen. Ihre Prosa ist charakterisiert durch lange, verschlungene Sätze, die den Leser tief in die Innenwelt ihrer Charaktere ziehen. Sie scheut sich nicht davor, grafische und verstörende Szenen darzustellen, um die volle Bandbreite menschlichen Leidens und Überlebens zu vermitteln, was ihre Werke gleichermaßen fesselnd und herausfordernd macht.