Synopsis

„Die Leute von Seldwyla“ ist ein zweiteiliger Novellenzyklus des Schweizer Dichters Gottfried Keller, der in der fiktiven, namensgebenden Kleinstadt Seldwyla spielt. Der Name verheißt einen wonnigen Ort, doch die Realität ist paradox: Die Gemeinde ist reich, ihre Bürgerschaft hingegen arm und lebt von einer eigentümlichen Lethargie und dem Glauben an ihre unübertroffene Gemütlichkeit. Keller zeichnet in diesen Novellen ein scharfsinniges Bild menschlicher Leidenschaften, Illusionen und oft tragikomischen Scheiterns. Von der unglücklichen Liebe in „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ über den gesellschaftlichen Aufstieg und Fall in „Kleider machen Leute“ bis hin zu moralischen Verstrickungen in „Die drei gerechten Kammacher“ oder der märchenhaften Erzählung „Spiegel, das Kätzchen“ – der Zyklus beleuchtet das Leben skurriler und tiefgründiger Charaktere. Es ist eine meisterhafte Reflexion über Bürgertum, Moral und die Abgründe der menschlichen Natur, eingebettet in eine ebenso idyllische wie ironisch beleuchtete Schweizer Kulisse.

Critical Reception

"„Die Leute von Seldwyla“ gilt als eines der Hauptwerke des bürgerlichen Realismus und hat Gottfried Keller als einen der bedeutendsten Erzähler der deutschen Literaturgeschichte etabliert."

Adaptations

Mehrere der Novellen, insbesondere „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ und „Kleider machen Leute“, wurden mehrfach verfilmt.

Metadata

ISBN:9783962812966
Pages:608
Age Rating:Für alle

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