Im 27. Jahrhundert, einer Ära des Posthumanismus und radikaler Individualität, entscheidet sich der Veteran Robin für eine drastische Persönlichkeitsneudefinition, die eine tiefgreifende Manipulation seines Langzeitgedächtnisses beinhaltet. Doch kaum hat er die Prozedur hinter sich gebracht, wird er von einem beunruhigenden Gefühl heimgesucht: Jemand oder etwas trachtet ihm nach dem Leben. Um seinen mysteriösen Verfolgern zu entgehen, meldet er sich freiwillig für ein ungewöhnliches Experiment an. Dieses führt ihn in eine detaillierte Simulation des 21. Jahrhunderts, einer vergangenen Epoche, die akribisch auf Basis historischer Daten rekonstruiert wurde. In dieser beklemmenden, analogen Welt – scheinbar frei von den allgegenwärtigen Überwachungstechnologien seiner eigenen Zeit – versucht Robin, seine wahre Identität und die Gründe für die Mordanschläge zu entschlüsseln. Doch die scheinbare Flucht entpuppt sich als Falle: Die Zuflucht wird zum Schauplatz einer komplexen Intrige, in der Robin nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit den dunklen Geheimnissen seiner eigenen fragmentierten Erinnerungen konfrontiert wird. Er muss herausfinden, wer er wirklich ist und wer ihn eliminieren will, bevor es zu spät ist.
Critical Reception
"Charles Stross' »Glashaus« wird als ein intellektuell anspruchsvolles und visionäres Werk gefeiert, das für den Hugo Award nominiert wurde und den Prometheus Award gewann, womit es sich als bedeutender Beitrag zur modernen Science-Fiction etabliert hat, der kritische Fragen zu Identität, Geschlecht und Gesellschaft im digitalen Zeitalter aufwirft."