Synopsis

„Die Marquise von O…“ ist eine 1808 erschienene Novelle von Heinrich von Kleist, die eine psychologisch komplexe und moralisch verstörende Geschichte erzählt. Während der Belagerung einer Festung durch russische Truppen wird die verwitwete Marquise E… von einem russischen Offizier, Graf F…, vor Übergriffen gerettet, doch vergewaltigt dieser sie in ihrer Ohnmacht selbst. Ohne jegliche Erinnerung an das Geschehen kehrt die Marquise zu ihrer Familie zurück. Zu ihrem Entsetzen und dem ihrer Familie stellt sie einige Zeit später fest, dass sie schwanger ist, obwohl sie davon überzeugt ist, keinen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Von ihrer schockierten Familie verstoßen, veröffentlicht die Marquise eine Zeitungsannonce, in der sie den unbekannten Vater ihres Kindes auffordert, sich zu melden, um das Kind zu heiraten. Graf F., von tiefen Gewissensbissen geplagt, bekennt sich schließlich zu seiner Tat. Die Marquise heiratet ihn daraufhin, doch muss sie erst durch eine intensive Phase der Abneigung und des Misstrauens hindurch, um schließlich zu einer Form der Versöhnung und Liebe zu finden. Die Novelle thematisiert auf radikale Weise Ehre, Scham, die Grenzen der Erinnerung und gesellschaftliche Konventionen.

Critical Reception

"„Die Marquise von O…“ ist ein Meisterwerk der deutschen Literatur, das bis heute durch seine psychologische Tiefe, moralische Ambivalenz und formale Präzision fasziniert und Generationen von Literaturwissenschaftlern und Lesern herausfordert."

Adaptations

Der Stoff wurde 1976 von Éric Rohmer unter dem Titel „Die Marquise von O…“ verfilmt.

Metadata

ISBN:9783843030786
Pages:46
Age Rating:16+

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