Im dystopischen Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet und eine scheinbar perfekte "Optimalwohlökonomie" etabliert. Hochentwickelte Roboter gewährleisten Wohlstand und Sicherheit, während die allgegenwärtige Agentur für Lebensberatung jeden Bürger lückenlos überwacht. Ihr Ziel: den "perfekten" Platz für jeden Einzelnen in der Gesellschaft zu bestimmen. Samson Freitag, ein engagierter Lebensberater im Staatsdienst, ist ein überzeugter Verfechter dieses Systems und steht kurz vor einer vielversprechenden Beförderung. Sein unerschütterlicher Glaube an die Ordnung wird jedoch brutal erschüttert, als er fälschlicherweise einer falschen Beratung bezichtigt wird. Diese Anschuldigung stürzt ihn in einen unaufhaltsamen Abwärtsstrudel. Das System, dem er einst so loyal diente, wendet sich gnadenlos gegen ihn und setzt alles daran, ihn zu "optimieren" – ob er will oder nicht. Theresa Hannig zeichnet ein beklemmendes Bild einer scheinbar utopischen Gesellschaft, die tief repressive Züge trägt, und regt zur Reflexion über Freiheit, Individualität und staatliche Kontrolle an.
Critical Reception
""Die Optimierer" gilt als preisgekröntes und wegweisendes Debüt in der deutschsprachigen Dystopie-Literatur, gefeiert für seine scharfsinnige Gesellschaftskritik und Relevanz."