Synopsis

Christa Wolfs Roman „Medea.Stimmen“ entwirft ein radikal neues Bild der Medea, fernab des Kindsmörderin-Mythos. Sie wird als selbstbewusste, emanzipierte Frau dargestellt, die in ihrer Suche nach Selbsterkenntnis auf tiefes Leid stößt. Ursprünglich als Heilerin hoch angesehen in Kolchis und später auch in Korinth, zieht Medea durch ihren Stolz und ihre unkonventionelle Art bald den Unmut der Korinther auf sich. Ihre Entdeckung des Skeletts der Königstochter Iphinoe im Palast und ihre eigenständigen Nachforschungen machen sie zum Feind mächtiger Figuren wie Akamas. Obwohl sie der kranken Glauke, der jüngeren Königstochter, hilft, wird ihr Einfluss als gefährlich angesehen. Nach Gerüchten um einen Brudermord und dem Ausbruch der Pest, die Medea als „Hexe“ und „Zauberin“ stigmatisieren, wird ein Komplott gegen sie geschmiedet. Trotz ihrer Bemühungen, die Wahrheit aufzudecken, wird sie nach einer inszenierten Gerichtsverhandlung aus Korinth verbannt. Der Roman beleuchtet die Mechanismen von Macht, Vorurteilen und gesellschaftlicher Ausgrenzung und wirft zentrale Fragen nach Medeas Motivationen und der wahren Natur ihrer „Verbrechen“ auf.

Critical Reception

"Christa Wolfs „Medea.Stimmen“ gilt als eine der prägnantesten und feministischsten Neuinterpretationen des antiken Medea-Mythos in der modernen deutschen Literatur und ist Gegenstand zahlreicher akademischer Analysen."

Metadata

ISBN:9783668420090
Pages:18
Age Rating:16+

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