Sophie hat ein Leben, das weit entfernt von einfach ist. Von ihrer Mutter kurz nach der Geburt verlassen, wird ihr ohnehin schon kompliziertes Dasein auf den Kopf gestellt, als ihr Vater beschließt, mitsamt Tochter und seiner neuen Freundin nach München zu ziehen. Während alle um sie herum scheinbar im Glück schwelgen, fühlt sich Sophie unverstanden und fremd. Die Liebe, ein Konzept, das ihr bis dato unbekannt ist, erscheint ihr rätselhaft und fern. Zwar gab es Jungs in ihrem Leben, doch eine tiefe Verbindung oder gar Verliebtheit hat sie nie gespürt, was sie trotz allem einsam macht.
Dies ändert sich schlagartig in der neuen Stadt, als sie auf Alex trifft – das Nachbarsmädchen mit dem entwaffnenden Lachen, den grünen Augen und einer kleinen Zahnlücke. Zum ersten Mal in ihrem Leben wagt es Sophie, sich voll und ganz auf einen anderen Menschen einzulassen. Mit Alex entdeckt sie eine neue Welt voller Gefühle, Abenteuer und des prickelnden Gefühls des Verliebtseins, das ihr Leben aufregend und neu erscheinen lässt. Doch diese unerwartete, intensive Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als ein einziger Kuss die fragile Balance ihrer aufkeimenden Liebe erschüttert und alles infrage stellt, was sie zu wissen glaubte. Es ist eine Geschichte über das Finden der eigenen Identität, die Komplexität von Beziehungen und die Überwindung innerer Hürden.
Critical Reception
"Anne Freytags 'Den Mund voll ungesagter Dinge' gilt als prägendes Werk der zeitgenössischen Jugendliteratur, das mutig und einfühlsam die Facetten weiblicher Identität und der ersten Liebe erkundet."