Synopsis

In "Der fremde Freund" (im Westen als "Drachenblut" erschienen) taucht Christoph Hein tief in die Psyche seiner Ich-Erzählerin ein, einer Ärztin in Ost-Berlin der frühen 1980er Jahre. Geschieden und kinderlos, charakterisiert sie sich selbst mit den Worten: "Ich bin unverletzlich geworden. Ich habe in Drachenblut gebadet, und kein Lindenblatt ließ mich irgendwo schutzlos." Diese vermeintliche Unverwundbarkeit entpuppt sich als eine Fassade der Kühle und Sprödigkeit, hinter der sich tiefe Ängste, Misstrauen und eine allumfassende Frustration verbergen. Die Erzählerin berichtet von einem scheinbar gewöhnlichen Leben, doch Heins meisterhafte Prosa enthüllt die innere Isolation, die sie von der Welt, von ihren eigenen Gefühlen und Erinnerungen sowie von ihrem Freund Henry trennt, der im selben Hochhaus wohnt und ihr doch bis zum Ende fremd bleibt. Der Roman ist eine schonungslose Analyse von Einsamkeit und Beziehungslosigkeit in der DDR-Gesellschaft jener Zeit und markiert Christoph Heins literarischen Durchbruch. Er zeichnet ein eindringliches Bild einer Frau, die trotz ihrer äußerlichen Stärke innerlich zerrissen ist und sich der Last ihrer Isolation nicht entziehen kann.

Critical Reception

""Der fremde Freund" markierte Christoph Heins literarischen Durchbruch und etablierte ihn als eine der wichtigsten Stimmen der DDR-Literatur, dessen schonungslose Gesellschaftsanalyse bis heute Resonanz findet."

Metadata

ISBN:9783518738955
Pages:138
Age Rating:16+

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