Im totalitären Staat Gilead, der auf den Trümmern der ehemaligen Vereinigten Staaten errichtet wurde, werden fruchtbare Frauen aufgrund einer drastisch gesunkenen Geburtenrate versklavt und als „Mägde“ den regierenden Kommandanten zugewiesen. Ihre einzige Aufgabe ist es, Kinder zu zeugen. Desfred (Offred), die Protagonistin, ist eine solche Magd. Einst hatte sie ein eigenes Leben, einen Mann und eine Tochter, doch in Gilead wurde ihr ihre Identität genommen, ihr Name ist nun ein Besitzanzeiger. Ihr Alltag ist von ständiger Überwachung, rigiden Regeln und der brutalen Angst vor Bestrafung geprägt. Jede Erinnerung an die Vergangenheit ist gefährlich, jeder Akt des Widerstands potenziell tödlich. Desfreds innerer Monolog enthüllt die Grausamkeit des Systems und ihre verzweifelte Hoffnung auf Entkommen, auf Liebe und auf ein Wiedersehen mit ihrer Familie. Der Roman ist eine beklemmende Vision einer Gesellschaft, die Frauen entmenschlicht und ihre Körper zu Staatsbesitz erklärt.
Critical Reception
""Der Report der Magd" gilt als ein epochales Werk der feministischen Dystopie, das die Literaturwelt nachhaltig geprägt und eine weltweite Debatte über Frauenrechte und totalitäre Regime angestoßen hat."
Adaptations
Der Roman wurde 1990 unter dem Titel "Die Geschichte der Dienerin" verfilmt und diente als Vorlage für die äußerst erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Hulu-Serie "The Handmaid's Tale".