Sonja, eine junge Physiotherapeutin, sucht nach einer traumatischen Ehe Abstand und einen Neuanfang. Sie zieht sich in die idyllische Abgeschiedenheit des Unterengadins zurück, um in einem luxuriösen Wellnesshotel eine neue Stelle anzutreten. Doch die erhoffte Ruhe und der versprochene Rückzugsort werden schnell von einer beunruhigenden Realität eingeholt. Seltsame Vorkommnisse und unerklärliche Phänomene häufen sich um Sonja: Sie hört verstörende Geräusche, erlebt beängstigende Visionen und fühlt sich ständig beobachtet. Die scheinbar unschuldige Bergwelt offenbart dunkle Seiten, die tief in lokalen Legenden und vergangenen Tragödien verwurzelt zu sein scheinen. Während Sonja verzweifelt versucht, den rationalen Ursachen der Ereignisse auf den Grund zu gehen, muss sie sich der Möglichkeit stellen, dass etwas Übernatürliches oder zutiefst Böses am Werk ist. Der Roman verwebt geschickt psychologischen Thriller mit Elementen des Okkulten und erforscht die Fragilität der menschlichen Psyche, wenn sie mit dem Unerklärlichen konfrontiert wird. Sonja muss nicht nur ihre eigene Vergangenheit aufarbeiten, sondern auch eine dunkle Präsenz entlarven, die das Engadin seit Jahrhunderten heimsucht und die Grenze zwischen Wahnsinn und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen lässt. Ist es der Teufel von Mailand, der hier sein Unwesen treibt, oder die Projektion ihrer innersten Ängste?
Critical Reception
"Martin Suters 'Der Teufel von Mailand' gilt als ein herausragendes Beispiel für psychologischen Suspense in der deutschsprachigen Literatur, das Kritiker und Leser gleichermaßen durch seine atmosphärische Dichte und die meisterhafte Verflechtung von Realität und Aberglauben fesselt und damit Martin Suters Position als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren untermauert."